Kurzfilm: Außerhalb des Aquariums

Kurzfilm: Außerhalb des Aquariums




Einlass mit 3G
Eintritt frei.

Einlaß 19:30, der Film beginnt um 20:00 Uhr.
Im Anschluss folgt ein Filmgespräch mit Regisseur und Schauspieler Alex Mello

(2021, Cologne/Bonn, 25 Min.)
Deutsch mit Portugiesischen Untertiteln

»Außerhalb des Aquariums« ist die neue Ausstellung des Protagonisten Jonas. Auf der Suche nach wahrer Liebe porträtiert er in seinen Bildern seine Erlebnisse als Schwarzer Immigrant und Teil der LGBT Community. Die Werke zeigen seine Ängste, Einsamkeit und Zukunftsträume.

Die Deutshe-brasilianische Gesellschaft e.V. freut sich den neuen Film von Alex Mello präsentieren zu dürfen. Das geschieht im Rahmen des »Brasilianischen Monats des Schwarzen Bewusstseins« (»Mês da Consciência Negra no Brasil«) begleitet von einer anschließenden Podiumsdiskussion.

Die größte Herausforderung des neuen Kurzfilms von Regisseur und Schauspieler Alex Mello (wohnhaft in Deutschland) besteht darin, den Schwarzen- und LGBT-Protagonismus in ein „dekolonisiertes“ Licht zu setzen – so dass neue Wege jenseits von Klischees und Stereotypen gedacht werden können und das Kino als soziales, politisches und ästhetisches Werkzeug genutzt wird.

»Außerhalb des Aquariums« wurde bereits für Festivals in Deutschland, Kanada, Indien, Peru, Griechenland, USA , Argentinien, Brasilien und Mexico ausgewählt und regt zu Reflexionen und Diskussionen an. »Der schwarze männliche Körper wird im audiovisuellen Bereich meist als gewalttätig, exotisch oder unterwürfig dargestellt, was zur Verewigung ausgrenzender Gedanken beiträgt«, betont Alex Mello. »Ein plurales Bild aufzu­bauen ist notwendig, das auf affirmative Sichtbarkeit von Individuen aus der Sozialperipherie abzielt.« An dieser Peripherie steht auch der LGBT-Mensch.

Die Filmhandlung schildert die Liebesbeziehung zwischen einem Afrodeutschen (gespielt vom Schauspieler Julius Dombrink) und Jonas (gespielt von Alex Mello), einem ausländischen Künstler, der seine nächste Ausstellung in Deutschland vorbereitet. In seinen Bildern schildert Jonas seine Träume, aber auch seine Ängste und Frustrationen.

Mit der Darstellung zweier schwarzer Männer, die sich trotz unterschiedlicher Herkunft in ihrem Schmerz und ihren Emotionen verstehen – und die nicht etwa Kriminalität, sondern ihre Beziehungs-Dilemmata präsentieren – bricht die Produktion das Stigma des strukturellen Rassismus.

Das Drehbuch wird durch einen Soundtrack untermalt, der Poesie und Melancholie vermittelt. Einen besonderen Auftritt gibt es von dem afrobrasilianischen Opernsänger Maurício Virgens, der auch in Deutschland wohnt. Kamera und Fotografie des Films stammen vom Deutschen Jacob Gehrmann.


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Georg BuchruckerKurzfilm: Außerhalb des Aquariums