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Vernissage „SOTERIA“ Kunstprojekt



SOTERIA“ bedeutet Wohl, Bewahrung, Rettung, Heil und bezeichnet ein alternatives Behandlungskonzept, welches einer psychiatrie-kritischen Bewegung der 70er Jahre entspringt.

Viele Menschen assoziieren mit Psychiatrie eine restriktive Institution. Soteria versucht einen Gegenpol zu diesem Image darzustellen. Ein offener Ort, der Geborgenheit vermittelt. In beinahe familiärer Atmosphäre werden Menschen hier durchihre psychische Krise begleitet. Dies gelingt ohne Zwänge und mit zurückhaltendem Einsatz von neuroleptischer Medikation.

Dafür spielen Beziehungsarbeit und Förderung der individuellen Stärken eines jeden Einzelnen eine übergeordnete Rolle. In der Öffentlichkeit wird eine psychische Erkrankung oftmals als etwas abnormales dargestellt, für das man sich schämen oder vor dem man sich gar fürchten müsste. Dabei ist jeder 4. Mensch im Laufe seines Lebens selbst davon betroffen. Höchste Zeit also, mit diesem Tabu zu brechen!

Das Soteria Kunstprojekt entstand als Abschluss-Projekt der Weiterbildung des Krankenpflegers Chris Koll zum Fach-Pfleger für Psychiatrie. Zu sehen sind Kunstwerke psychiatrie-erfahrener Menschen, die vor, während oder nach ihrem Aufenthalt in Haus 27 (einer Station mit Soteria-Elementen der LVR-Klinik Bonn) entstanden sind.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen keine Diagnosen, sondern die Menschen mit ihrem kreativen Potential. Denn „wir lehnen es ab, Menschen auf ihre Krankheit zu reduzieren!“

Die Vernissage startet um 19:00Uhr und zur musikalischen Eröffnung spielt das Ensemble Anna May (Blockflöten) und Lukas May (Harfe) ein ausgewähltes kleines Repertoir.

Die Bilder der Künstler*innen stehen zum Verkauf und können bei jeder öffentlichen Veranstaltung des Kult41 bis zum 10.02.2023 betrachtet werden.


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Lena Gutt-BlümelVernissage „SOTERIA“ Kunstprojekt