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Luke I’m Your Dad + Precious Few



Luke I’m Your Dad
Der Indie-Rock hat gesunde Kinder!
Die Zeit der oft überlasteten Rockopern und der langen Gitarrensoli ist vorbei. Sagen einige.
Der Punk und der Grunge haben für ein neues Zeitalter der musikalischen Reduktion gesorgt. Sagen viele.
Immer in Entwicklung ist und bleibt die Bonner Band „Luke I’m Your Dad“ – wissen alle.
Seit 15 Jahren ist die Beschäftigung mit Alltags-Lyrik, geschmackvollen Harmonien und der Kraft des neueren
Rock’n’Roll der Hauptantrieb für „Luke I’m Your Dad“.
Durch progressives Songschreiben und stilistische Mannigfaltigkeit findet das Trio – Gesang/Gitarre, Bass/Gesang und Schlagzeug – ihre eigene Definition.
Hervorzuheben ist, dass geborener Frontmann Mihau dem Bassisten Moe die Solopassagen überlässt – ein frisches Konzept, das ganz natürlich aufgeht. Nicht wegzudenken sind die Strukturen, die Schlagzeuger Timo mit seinem zuverlässigen, energetischen Spiel bildet.
Ob Fan der Band oder der Musik oder nicht, ob Zuhörer, Mitsinger oder Tänzer – alle erliegen nach kurzer Zeit dem Charme, der Energie und der Leidenschaft der „Lukes“.
Dies macht ihre Konzerte aus… sagt der Applaus.
Precious Few
Singer/Songwriter-Duo aus Bonn – aber durchaus mit internationalem Approach und natürlich englisch gesungen.
Die Basis ist meist schlicht gehaltener Indie-Folk mit akustischer Gitarre und einigen wenigen ornamental eingesetzten Instrumenten wie Melodika, Glockenspiel, Harmonica, Shrutibox oder auch mal fernöstlich angehauchter Percussion. Zuletzt konnte man Precious Few übrigens als Support für Wedding Present auch live erleben.
Barbara Hoefgen und Chris Wiegelmann klingen allerdings eher nach frühen 70ern als nach Schrammelpop der 80er.
Der gewisse Hippie-Vibe ist auch auf Barbaras Gesang zurückzuführen, ihre tiefe und warme Altstimme erinnert doch das eine oder andere Mal an Nico, gedoppelt klingt es dagegen fast schon nach amerikanischem Westcoast-Sound (Joni Mitchell).
Anklänge gibt es auch an Bands wie First Aid Kit und in entspannteren Momenten sogar Mazzy Star.
Alles aber konsequent schlank arrangiert und ganz milde psychedelisch gestimmt, macht insgesamt ein schönes Psych-Folk-Album – traditionsbewusst, aber völlig zeitlos.

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